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Das kreative Loch

Ein Artikel, ein neues Buch oder ein anderes kreatives Projekt ist fertig geworden. Was danach kommt, ist offen. In dieser kostbaren Zeit entwickeln wir oft erstaunliche, ungewöhnliche und große Ideen.   In der Psychologie nennt man den Übergang von einer zur nächsten (Lebens-)Phase „vulnerable Phase“. In diesem „Loch“ – das Alte ist nicht mehr, das Neue ist noch nicht – können sich besonders kreative Prozesse entwickeln. – Wenn man sie lässt, ernst nimmt, fördert.   Kostbare Zeit: Eine Schreibphase ist abgeschlossen, die neue beginnt noch...

Ein Artikel, ein neues Buch od...

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„Was hat das mit mir zu tun?“

Wenn wir uns über andere aufregen, jemanden unsympathisch oder doof finden, so hat das oft mehr mit uns selbst zu tun, als uns lieb ist. Häufig ist Projektion im Spiel, ein psychologischer Abwehrmechanismus. Sich diesen Abwehrmechanismus näher anzusehen, ist zwar nicht sonderlich populär, denn man muss sich dabei an die eigene Nase fassen. Umso interessanter jedoch, wenn man wirklich weiterkommen will mit seiner persönlichen Entwicklung, ehrlich, selbstkritisch, mutig.     Eins vorweg: Ich meine mit „über andere aufregen“ hier nicht das Eintreten...

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Stolz auf das eigene Werk

„Machen ist gut – gemacht haben ist uninteressant“, sagte Karl Lagerfeld einmal über seine kreativen Modedesign-Prozesse. Stimmt das - und: Was wäre förderlicher für kreative Prozesse? Stolz ist bei uns in Deutschland eine ziemlich verpönte Sache. Man stellt sein Licht lieber unter den Scheffel, frau besonders. Stolz wäre jedoch genau die angemessene Reaktion auf ein Werk, in dem so viel Mühe und eigene Gedanken stecken wie etwa in einem Text. Stolz und Nachfreude sind eine Selbstbelohnung, und sie wirken sich auf das nächste...

„Machen ist gut –...

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Denkanstoß: „Wo die Freude ist, gehts weiter“

„Wo die Angst ist, gehts weiter“. Das habe ich schon oft gehört. Viel zu oft. Angst als Kompass für Entwicklung? Nun, sicher haben wir manchmal Angst vor persönlichen Entwicklungsschritten, und dann ist Angst Teil des neuen Weges. Wir kriegen sie eh nicht weg aus unserem Leben. Doch es gibt wahrlich tauglichere und verlässlichere Motive für Entwicklung.  Was zeigt mir, was zeigt uns, wie es weitergehen kann in unserem Leben? Als Vierjährige hatte ich von meiner Schwester Turnkleidung geerbt. Schwarze Gymnastikhose, T-Shirt und...

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Denkanstoß: „Wieder im Fluss“

„Nach den zwei Coachingterminen bei Ihnen mit Logosynthese ist meine Schreibblockade weg“, schreibt mir eine Klientin und sagt alle weiteren Coachingtermine ab. Umso besser, denke ich bei mir. – Wie wäre es, wenn Ihnen Ihre Energie im freien Fluss für Ihre Lebensaufgaben zur Verfügung stünde? Schlicht die Aufgaben tun, die jetzt anstehen, ohne dabei eingeengt, blockiert zu sein: Das ist Aufgehen im Tun. Leben im Fluss. Ein Idealzustand. Da sind wir alle nicht, jedenfalls nicht ständig. Doch wir können uns dem nähern. Die...

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Denkanstoß: „ungroßartig sein“

Er ist eine Bürde, dieser Hochleistungsanspruch, und heute wollen viele Perfektionisten ihn ablegen. Denn er macht das Leben, die Arbeit, das Schreiben schwer. Und oft bleiben selbst tolle Ideen, Leistungen und Texte in der Schublade. Was tun? Gegen perfektionistische Impulse ankämpfen? Viel nachhaltiger hilft es, wenn wir die unzulänglichen Seiten unserer selbst annehmen. Und dafür die Bilder der eigenen Großartigkeit auflösen. Sie können den Denkanstoß wie immer auch als 1-Seiten-PDF lesen. Plötzlich ist mein Kopf leer. Der Text weg. Ich sehe von der Bühne runter,...

Er ist eine Bürde, dieser...

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Denkanstoss: „Aufrechnen? Die Balance von Geben und Nehmen“

Ich höre seine Zähne knirschen, als mir Richard während eines Coachings von seinem Kollegen erzählt: „Er hat mich schon wieder um ein Text-Feedback gebeten. Das ist der fünfte Artikel in diesem Jahr. Aber er hat mir noch nie geholfen“. Ist Richard nun ein leer ausgehender Geber, der Kollege ein egoistischer Nehmer? Geber tun sich oft schwer damit, um Hilfe zu bitten. Sie schenken, helfen, geben Rat und Zuwendung. Manche laufen Gefahr, sich zu verausgaben – vor allem, wenn sie geben, um...

Ich höre seine Zähne kni...

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Denkanstoß: „Das Gefühl von innerem Frieden“

Am 7. Januar 2015 hat es mich voll erwischt. Ich streife fröhlich und sanftmütig Richtung Zuhause, streue ein wenig Lachen zu den Menschen auf der Straße, einen lustigen Wortwechsel im Lädchen an der Ecke. Die anderen freuen sich, ich auch. Am Abend dann die Nachricht: Zwei Attentäter haben zwölf Menschen erschossen. Es reißt mich brutal auf die andere Seite. Die Vorstellung, wie der Terror in die Welt zeichnender Menschen einbricht, schüttelt mich durch. Und ich fühle dabei auf eine bestimmte...

Am 7. Januar 2015 ha...

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Denkanstoß: „Der Sog – von Macken und Makeln“

Ein Meeting, sieben Leute. Ein paar Sekunden lang stockt die Präsentation. Auf Sabines Stirn und am Hals hat sich ein Schweißfilm gebildet. Weithin sichtbar glänzt er im Neonlicht des Besprechungsraums. Die linke Augenbraue von Mara, der jüngeren Kollegin, hebt sich. Teamleiter Frank setzt seine kritische Mine auf. Sabines Hände zittern und sie weiß: Auch das sehen jetzt alle. Als die Präsentation vorbei ist, lässt Mara ihre Augenbraue hinter der teuren Riesenbrille wieder runter. Frank tippt demonstrativ ins Smartphone. Sie sprechen...

Ein Meeting, sieben Leute. E...

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Denkanstoß: „Freilassende Liebe“

In Gedanken verloren trällere ich einen Songtext von Toni Braxton mit: „Unbreak my heart, say vou love me again, undo this hurt“. Wenig später – ich schlage gerade den Weg runter zum See ein – singt Bill Withers „Ain’t no sunshine, when she’s gone“ und andere Jogger grinsen mich an, wegen meines Trällerns. Aber was singe ich da eigentlich mit? Da soll jemand anderes mein gebrochenes Herz wieder zusammensetzen, indem er mir seine Liebe versichert? Und bei Bill Withers ist...

In Gedanken verloren trällere...

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